14.10.2026 - Start ins KI-Zeitalter: Digitalisierung und neue Technologien in der Sozialversicherung
Start ins KI-Zeitalter: Digitalisierung und neue Technologien in der Sozialversicherung
Mit der fünften Ausgabe der SVS-Gipfelgespräche setzte die Sozialversicherung der Selbständigen ihren erfolgreichen Dialog mit Experten, Entscheidungsträgern sowie Partnern aus dem Gesundheits- und Digitalisierungsbereich fort. Unter dem Titel „Start ins KI-Zeitalter. Digitalisierung und neue Technologien in der Sozialversicherung“ standen die Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen der digitalen Transformation im Gesundheitswesen im Mittelpunkt.
SVS-Obmann Peter Lehner eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz für die Zukunft der Sozialversicherung. Digitalisierung müsse den Menschen dienen, Prozesse vereinfachen und den Zugang zu Leistungen erleichtern. Generaldirektor Dr. Alexander Biach begrüßte die Gäste und unterstrich die Vorreiterrolle der SVS bei der digitalen Weiterentwicklung der Sozialversicherung.
Einen spannenden Einblick in die digitale Gesundheitskompetenz der Österreicherinnen und Österreicher bot Mag. Teresa Sauer vom Verein fit4internet. Im Rahmen der Präsentation des aktuellen „Digital Skills Barometer eHealth 2026“ wurden zentrale Ergebnisse zur Nutzung digitaler Gesundheitsangebote, zum Vertrauen in Gesundheitstechnologien sowie zu Erwartungen an digitale Services vorgestellt. Die Studie zeigt: Digitale Gesundheitsdienste gehören längst zum Alltag, gleichzeitig bleiben Fragen zu Datensicherheit, Gesundheitskompetenz und Akzeptanz neuer Technologien zentrale Herausforderungen. Besonders deutlich wurde, dass die Sozialversicherung bei Gesundheitsdaten als wichtiger Vertrauensanker wahrgenommen wird.
Im anschließenden Fachvortrag beleuchteten Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Brameshuber und Dr. Christina Schnittler vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Sozialversicherung. Thematisiert wurden insbesondere die Anforderungen der europäischen KI-Verordnung, datenschutzrechtliche Fragestellungen sowie die Auswirkungen automatisierter Entscheidungsprozesse auf Verwaltung und Leistungserbringung.
Den Höhepunkt bildete die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde mit Mag. Teresa Sauer, Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Brameshuber, Mag. Wolfgang Ebner (Chief Digital Officer des Bundes), Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Zankl und Sabine Zaussinger, MSc, stellvertretende Generaldirektorin der SVS. Diskutiert wurden die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz, die digitale Souveränität der Versicherten, die Zukunft von ID Austria sowie die Frage, wie digitale Innovationen verantwortungsvoll und nutzerorientiert in der Sozialversicherung eingesetzt werden können. Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, Rechtssicherheit und dem Vertrauen der Bürger.
Die Veranstaltung machte deutlich: Die Digitalisierung der Sozialversicherung ist kein Zukunftsthema mehr, sondern bereits gelebte Realität. Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für effizientere Abläufe, bessere Services und eine stärkere Vernetzung im Gesundheitswesen. Gleichzeitig braucht es klare rechtliche Leitplanken, hohe Sicherheitsstandards und den konsequenten Fokus auf den Nutzen für die Versicherten. Mit den SVS-Gipfelgesprächen wurde erneut eine Plattform geschaffen, auf der diese Zukunftsfragen offen, praxisnah und interdisziplinär diskutiert werden konnten.
- Programmpunkte
- Digital Skills Barometer - eHealth 2026 (PDF, 538 KB)
Mag. Teresa Sauer, Verein fit4internet - Der rechtliche Rahmen zum Einsatz von KI in der Sozialversicherung (Powerpoint, 17 MB)
Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Brameshuber & Dr. Christina Schnittler, Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität WIen
- Digital Skills Barometer - eHealth 2026 (PDF, 538 KB)
Fotos: © leadersnet.at/C. Mikes
Video zur Veranstaltung: