Stress und Entspannung

Steigern Sie Ihr Wohlbefinden mit unseren Tipps zur Stressreduktion und Entspannung.

Inhalte relevant für:
Gewerbetreibende Bauern Neue Selbständige

Stress ist ein Begriff, der aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken ist. Oft wird damit ein Zustand bezeichnet, bei dem man sich unter "Druck" fühlt oder müde, erschöpft und ausgelaugt ist. Stress entsteht angesichts von unbewältigten Aufgaben und unerfüllten Bedürfnissen, aus Angst vor dem, was getan werden muss bzw. dem Gefühl, es nicht zu schaffen. Auch Nichtstun kann zu Stress führen, wie Untersuchungen an Arbeitslosen gezeigt haben. 

Positiven Stress, den so genannten Eustress, brauchen wir, um aktiv, lebendig und involviert zu sein!

Anti-Stress-Tipps für den Alltag

  • Setzen Sie sich realistische Ziele und belohnen Sie sich für den Erfolg!
  • Organisieren Sie Ihre Arbeit und rationalisieren Sie Arbeitsmethoden.
  • Setzen Sie Prioritäten - was ist wichtig und dringend, was kann warten.
  • Berücksichtigen Sie bei der Arbeitseinteilung Ihre persönliche Leistungskurve.
  • Positives Denken steigert die Belastbarkeit und beugt Stress vor.
  • Bauen Sie bewusste Entspannungsphasen in Ihren Alltag ein.
  • Pflegen Sie den Umgang mit Personen, die Ihnen gut tun.
  • Belohnen Sie sich zwischendurch.
  • Erlauben Sie sich "NEIN" zu sagen, wenn andere etwas von Ihnen wollen und Sie genug eigene Aufgaben zu erledigen haben.
  • Sprechen Sie über Unangenehmes; Schlucken Sie Ärger nicht hinunter.

 

Entspannungsübungen

Wir sind in der heutigen Lebens- und Arbeitswelt mehr oder weniger Hektik, Stress, Anspannung, Frust, Ärger, Unzufriedenheit, Lärm und vielem mehr ausgesetzt. Wie wir damit umgehen und ob wir Körper, Geist und Seele auch Zeit zum Entspannen und Kräfte sammeln lassen, hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unsere Lebenszufriedenheit.


Bekannte Methoden des Entspannungstrainings sind:

  • Autogenes Training
  • Meditation
  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson.

Diese Methoden sollten jedoch in Kursen erlernt werden, da sie intensive Lernphasen erfordern. Hier finden Sie ein linkKursangebot von SVS-Gesundheitspartnern


Viele hervorragende, individuelle Entspannungsmethoden sind uns häufig gar nicht als solche bewusst:

  • Musik, Tanz, Spazierengehen
  • Sport
  • Lesen eines guten Buches, Malen, Basteln und andere Hobbies

 

Atemtraining

Ein kleines, aber sehr effizientes Mittel zur Entspannung ist die Atmung. Eine gute Atmung hat eine sehr positive Wirkung auf die vegetativen Funktionen.
Eine entspannte Haltung und eine entkrampfte Muskulatur verstärken die positive Wirkung.

Gönnen Sie sich regelmäßig Pausen für eine kleine Entspannungsübung wie diese:

Stress, Ärger, Heißhunger, Sorgen – was Sie möchten – hinausatmen:
  • Nehmen Sie sich fünf bis zehn Minuten Zeit, sorgen Sie für Ruhe, eventuell Entspannungsmusik einschalten.
  • Setzen Sie sich ganz entspannt, mit beiden Beinen auf dem Boden, hin. Achten Sie darauf, dass Sie genug Platz für sich haben, gut und entspannt sitzen. Wenn Sie nun so entspannt sitzen, schließen Sie die Augen.
  • Legen Sie die Hand auf Ihren Bauch, den Daumen etwa in der Höhe des Bauchnabels.
  • Atmen Sie jetzt tief ein. Dabei sollte sich Ihr Bauch, dort wo jetzt Ihre Hand liegt, leicht heben. Ihre Schultern und Ihr Brustkorb sollten sich dabei nicht bewegen. Atmen Sie wieder aus. Der Bauch senkt sich.
  • Atmen Sie nun wieder tief ein, der Bauch wölbt sich wieder unter der Hand.
  • Atmen Sie jetzt so richtig von Herzen aus, das kann auch ganz geräuschvoll - zB mit einem Seufzer - passieren.
  • Stellen Sie sich nun vor, wie Sie bei jedem Ausatmen den Stress, Heißhunger, Ärger, Langeweile usw. ausatmen. Es fließt hinaus und verschwindet. Sie spüren nun, wie Sie sich immer freier fühlen.
  • Wiederholen Sie das einige Male.
  • Nehmen Sie nun beim Einatmen Energie, Wohlgefühl, Kraft, Freude, Leichtigkeit - was immer Sie möchten und gerade brauchen - in sich auf.
  • Genießen Sie das so lange Sie wollen und so lange Sie es brauchen. Richten Sie nun ganz langsam in Ihrem Tempo und in Ihrer Zeit die Aufmerksamkeit wieder auf das Hier und Jetzt.
    Öffnen Sie die Augen, atmen Sie mehrmals tief durch und strecken und recken Sie sich.
  • Sie werden vielleicht überrascht sein, um wieviel besser Sie sich nun fühlen. Je öfter Sie das machen, umso effizienter lernen Sie, sich in kürzester Zeit zu entspannen, sich etwas Gutes zu tun.


Diese Übung kann im Sitzen oder Liegen, aber auch im Stehen durchgeführt werden. Wenn Sie sich unwohl oder gestresst fühlen, suchen Sie sich einen ruhigen Platz zum Sitzen oder Liegen oder stellen Sie sich vor das offene Fenster. Bestimmen Sie dazu zu Hause Ihren persönlichen Wohlfühl- und Entspannungsplatz, den Sie dann immer beibehalten.
Sehr hilfreich kann auch sein, nach dieser Übung ein Glas Wasser zu trinken.