Rentenabfindung

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Bauern

Verpflichtende Abfindung von Betriebsrenten bei Pensionsanfall bzw. Betriebsaufgabe

Grundsätzlich fallen Betriebsrenten mit der Betriebsaufgabe, spätestens jedoch mit dem Tag des Anfalles einer Pension aus dem Versicherungsfall des Alters nach dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG), Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) bzw. Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder einer Pension aus dem Versicherungsfall der Erwerbsunfähigkeit nach dem BSVG weg; hierbei ist ein Bezug eines Ruhegenusses einer Pension aus dem Versicherungsfall des Alters gleichzuhalten. Bei Anfall einer Invaliditätspension bzw. Berufsunfähigkeitspension nach dem ASVG, einer Erwerbsunfähigkeitspension nach dem GSVG (sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Anfall einer Erwerbsunfähigkeitspension nach dem BSVG bzw. bei Betriebsaufgabe) fällt die Betriebsrente spätestens mit dem Monatsersten nach Erreichen des Regelpensionsalters weg.


Anstelle einer weggefallenen Betriebsrente gebührt eine Abfindung. Dies ist eine Einmalzahlung, deren Höhe sich am halben Kapitalwert der weggefallenen zukünftigen Betriebsrente orientiert.


Grund für diese Regelung ist, dass der Zweck der Betriebsrente, die Weiterführung des Betriebes aufrechtzuerhalten und den Einkommensverlust auszugleichen, durch den Pensionsantritt und der im Regelfall damit verbundenen Betriebsaufgabe wegfällt bzw. von der Pension übernommen wird.

Für die weiter bestehenden Einschränkungen durch die Folgen des Unfalls oder der Berufskrankheit wird der halbe Rentenwert in Form einer Kapitalabfindung auf einmal ausbezahlt. 

Bei Bezug einer Versehrtenrente gelten diese Regelungen nicht, ein Pensionsbezug hat keine Auswirkungen.


Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre "Unfallversicherung im Überblick".